Gesellenstücke überzeugten Prüfungskommission

Florian Metzker ist einer der 13 Auszubildenden der am Samstag seine Gesellenprüfung abgelegt und bestanden hat. Seine Eingangstür aus Eiche mit festem Glasteil fertigte er in seinem Ausbildungsbetrieb in Osterburg an. Das Prüfungsstück dürfen die Gesellen mit nach Hause nehmen oder es wurde für einen Auftrag angefertigt. So auch die Eingangstür von Florian Metzker. Coronabedingt fand die Begutachtung auch in diesem Jahr unter Ausschluss der interessierten Öffentlichkeit statt. In der Mensa des Stendaler Berufsbildungswerkes an der Werner-Seelenbinder-Straße präsentierten die jungen Erwachsenen der Prüfungskommission ihre Gesellenstücke, die sie zum Abschluss ihrer dreijährigen Ausbildung anfertigten. Auch in diesem Jahr musste die Prüfungskommission mehrheitlich Eingangstüren unter die sprichwörtliche Lupe nehmen. Ein Doppelbett, ein Hochschrank und Schreibtische zählten zu den weiteren Gesellenstücken. Ungefähr 100 Stunden standen den Gesellen für ihre Abschlussarbeit zur Verfügung. Laut Richtlinie musste das Gesellenstück eine abschließbare Tür oder ein Schubfach aufweisen. Konstruktion, Oberfläche, Form und Funktionalität waren weitere Bewertungskriterien. Die Tischler-Innung im Landkreis Stendal kann nun auf weitere Handwerker mit fundiertem Fachwissen verweisen. Nicht alle 13 jungen Männer können hinter ihrer Ausbildung ein Häkchen machen. Fünf von ihnen müssen ihre theoretische Prüfung wiederholen, wollen sie sich ebenfalls zum Tischlernachwuchs zählen. Innungsmeister Wolfgang Berndt lobte trotz alledem das gute Ergebnis. Die Betriebe haben euch so viel beigebracht, dass qualitativ hochwertige Stücke entstanden. Ein großes Dankeschön richtete der Innungsmeister an das Ausbilder-Team. Ihr habt einen tollen Beruf gewählt und die Voraussetzung geschaffen, damit euer Leben zu finanzieren. Der Beruf ist eine Grundlage für die Zukunft. Qualifiziert euch weiter, macht euren Meister, bat er die Gesellen. Die Altmark braucht Nachfolger. Die jetzigen Betriebsinhaber setzten sich zur Ruhe und brauchen junge Leute mit Elan und Fachwissen, verdeutlichte Innungsmeister Wolfgang Berndt.